Richard-Drachter-Preis - Statut

Zur Erinnerung an den Kinderchirurgen Richard Drachter (1883 - 1936) stiftet die DGKCH einen Preis zur Förderung der kinderchirurgischen Wissenschaft.

§ 1 Der Preis führt den Namen Richard Drachter. Trägerin des Preises ist die DGKCH.

§ 2 Der Personenkreis, der mit dem Preis ausgezeichnet werden kann, umfasst ordentliche und außerordentliche Mitglieder der DGKCH. Es kann auch eine Forschergruppe mit dem Preis ausgezeichnet werden, von der mindestens ein Mitglied der DGKCH angehört. Der Preis kann auch an Mitglieder ausländischer kinderchirurgischer Gesellschaften verliehen werden.

§ 3 Für die Bewerbung um den Richard-Drachter-Preis kann eine deutschsprachige experimentelle oder klinische wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Kinderchirurgie und ihrer Grenzgebiete sowie eine Arbeit über naturwissenschaftliche Forschungen eingereicht werden, wenn sie der Lösung wichtiger kinderchirurgischer Probleme dient. Es kann auch eine englischsprachige experimentelle oder klinische wissenschaftliche Arbeit […] eingereicht werden, es muss aber eine deutschsprachige Zusammenfassung hinzugefügt werden. Die Arbeit kann, muss aber nicht, veröffentlicht sein. Die Veröffentlichung darf nicht länger als 2 Jahre zurückliegen. Die wissenschaftliche Arbeit (ebenfalls die deutschsprachige Zusammenfassung) ist bis zum 30.06. des der Preisverleihung vorausgehenden Kalenderjahres in 3-facher Ausfertigung beim Sprecher des Konvents der DGKCH über die Geschäftsstelle in Berlin einzureichen.

§ 4 Als Preis werden eine Urkunde und eine Prämie ausgehändigt. Die Preisverleihung erfolgt alle 2 Jahre. Die Finanzmittel werden aus den Erträgen der Zinsen des Vermögens der DGKCH erbracht.

§ 5 Der Sprecher des Konvents beruft entsprechend der Thematik der eingereichten Arbeit erfahrene Gutachter, deren Gutachten und gemeinsame Bewertung bis zum 30.09. des der Verleihung vorausgehenden Kalenderjahres beim Sprecher des Konvents eingegangen sein muss. Die Begutachtung stellt der Sprecher des Konvents den Vorstandsmitgliedern zur Verfügung. Hierfür kann die jeweilige Arbeit von Vorstandsmitgliedern zur Einsichtnahme angefordert werden. Der Vorstand beschließt den Vorschlag der Gutachter, sofern keine formalen Fehler oder schwerwiegende Bedenken schriftlich ausführlich dargelegt wurden. Der meistgenannte Bewerber erhält den Preis. Bei Stimmengleichheit wird der Preis aufgeteilt.

§ 6 Danach informiert der Sprecher des Konvents den bzw. die Preisträger, den Schatzmeister und den Sekretär, der für die Erstellung der Urkunde verantwortlich ist. Die Preisverleihung erfolgt während des Jahreskongresses der DGKCH durch den Sprecher des Konvents. Die Begründung für die Preisverleihung ist dabei bekanntzugeben. Der bzw. die Preisträger erhalten auf der Jahrestagung die Möglichkeit, ihre wissenschaftlichen Ergebnisse vorzustellen. Die Namen der übrigen Bewerber werden nicht genannt. Eine Anfechtung der Verleihung des Preises ist ausgeschlossen. Der bzw. die Preisträger werden in den DGKCH-Mitteilungen veröffentlicht.

§ 7 Nach Beendigung des Verleihungsverfahrens wird ein Exemplar einer jeden eingereichten Arbeit, einschließlich der Beurteilung, dem Archiv der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie übergeben. Die beiden anderen Exemplare erhalten die Bewerber wieder zurück.

§ 8 Eine Änderung der Statuten ist durch Vorstandsbeschluss mit Zwei-Drittel-Mehrheit möglich.

 

DER VORSTAND

Entsprechend § 6.2.1.8.12 der Satzung der DGKCH. verabschiedet in der Vorstandssitzung am 04.05.2000 in Berlin
Änderung des § 5 in der Vorstandssitzung am 19.10.2001 in Berlin
Änderungen der §§ 3, 5, 6 und 7 in der Vorstandssitzung am 13.09.2012 in Hamburg